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Viehprämierung

Tierprämierung seit 1831 in Veitsrodt

Der Veitsrodter Markt kann auf eine mehr als 500-jährige Tradition zurückblicken. Aber zum Prämienmarkt, zum Markt auf dem Tiere prämiert werden, wurde er erst im 19. Jahrhundert. Rund 150.000 Menschen, so schätzt man, besuchen in jedem Jahr den "Roarer Maad", den größten Prämienmarkt in Rheinland-Pfalz. Sie werden angezogen von seinem besonderen Charme, der auch darauf beruht, dass er sich trotz seiner Größe das ländliche Flair erhalten hat. Das liegt zum  großen Teil daran, dass er nach wie vor auch landwirtschaftliche Leistungsschau ist, dass hier - jeweils am letzten Markttag, dem Montag - Kühe, Pferde, Schafe, Ziegen und Fleischrinder prämiert werden.

Die Prämierung erfolgt bereits morgens um 8.30 Uhr, danach geht es ab 10.30 Uhr zum traditionellen Prämierungsfrühschoppen mit Musik und prominenten Gastrednern. Die Bedeutung des "Roarer Maads" als wichtiger Viehumschlagplatz wuchs nach der "Franzosenzeit" 1815-1817 rasch an, als das "Birkenfelder Ländchen" dem Großherzogtum Oldenburg zugeschlagen wurde. Das war sicherlich auch der Grund dafür, dass der Großherzog von Oldenburg am 4. Februar 1831 verkünden liess, dass dem Markt in Veitsrodt zur Förderung der Landwirtschaft und zur Verbesserung der Viehzucht die Prämierung der schönsten Kühe, Rinder, Kälber, Schweine, Ziegen und Schafe zuerkannt wurde. Damit war der Veitsrodter Prämienmarkt in seiner heutigen Form geboren.

Wenn auch die Bedeutung der Ladwirtschaft für die Region besonders in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert erheblich nachgelassen hat, so sind die Tiere doch nach wie vor ein grosser Anziehungspunkt für das Publikum, und besonders für die Kinder ist es immer wieder schön, so viele Tiere hautnah erleben zu können.


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